Wachstumshormone und ihre Nebenwirkungen
Wachstumshormone bestehen aus Aminosäuren. Insgesamt sind es 191 Aminosäuren, die für die Bildung von Wachstumshormonen benötigt werden. Bei der synthetischen Herstellung wurden lange Zeit 192 Aminosäuren benutzt, um das menschliche Wachstumshormon genau nachzubilden. Zuvor hat man tatsächlich Hypophysen aus menschlichen Leichen benutzt, um Wachstumshormone herzustellen. Dass darin verschiedene Risiken lagen, liegt auf der Hand. So konnten dabei verschiedene Krankheiten wie auch AIDS übertragen werden.
Wie genau wirken nun die Wachstumshormone und welche Nebenwirkungen kann man noch erwarten?
Wachstumshormone schütten vor allem das Hormon IGF-1 aus (Insulin Like Growth Faktor 1). Diese Hormon ist für das Wachstum von Gewebe zuständig. Allerdings muss man nun bedenken, dass nicht nur Muskeln aus Gewebe bestehen, sondern auch Knochen und Organe, leider auch Tumore. Es ist beachtlich, was Bodybuilder heutzutage in Kauf nehmen, vergleicht man einmal Bilder von früher, als noch keine IGF-1-Behandlung auf dem Trainingsplan stand, erkennt man sofort den Unterschied: Die früheren Bodybuilder hatten zwar keine breitere Taille, dafür aber auch keinen Blähbauch, keinen gewachsenen Kiefer, der dem Bodybuilder ein affenartiges Aussehen verleiht und sie sind auch nicht von so extrem wachsenden Tumoren befallen, wie die heutigen Bodybuilder, die den Gebrauch von Wachstumshormonen übertrieben haben.
Natürlich muss jeder selbst entscheiden, welche Risiken man eingehen möchte. Schließlich ist der Körper eines Profi-Bodybuilders sein “Arbeitswerkzeug” und muss entsprechend behandelt werden. Allerdings sind Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen noch vertretbar, Tumore hingegen lebensbedrohlich.
Leider haben Wachstumshormone noch weitere Nebenwirkungen. Attraktiv werden die Wachstumshormone immer wieder aufgrund ihrer fett abbauenden Wirkung. Damit kann also das Gewicht und vor allem die proportionierte Form des Körpers langfristig gehalten werden. Nimmt man die Wachstumshormone allerdings über einen längeren Zeitraum ein, so stellt sich nach einiger Zeit die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone und des Insulins ein beziehungsweise vermindert sich extrem. Nun müssen diese Hormone zusätzlich supplementiert werden. Möchte man bis dahin die hohen Kosten für die Wachstumshormone schon als Nebenwirkung sehen, kommen nun noch die Kosten für weitere Hormone hinzu.
Denn vor allem das Testosteron muss zusätzlich zu den Wachstumshormonen genommen werden, wenn man einen muskelaufbauenden Effekt erzielen möchte, da diese nur in Kombination wirken.
Diese Nebenwirkungen von Wachstumshormonen bedeuten also, dass man entweder einen fettfreien aber ungesunden Körper hat oder aber ohne zusätzliche Einnahme von Wachstumshormonen versuchen muss, auf natürliche Weise einen gut geformten Körper zu bekommen. Nur Profi-Sportler können in Betracht ziehen, das Risiko von Nebenwirkungen der Wachstumshormone auf sich zu nehmen, Hobby- und Freizeitsportler hingegen sollten definitiv davon absehen.
Leider glauben auch viele, dass die Einnahme von Wachstumshormonen oder anderen Supplementen allein genügt, um einen trainierten und schönen Körper zu bekommen. Sie glauben, dass Wachstumshormone zwar Nebenwirkungen, aber vor allem positive Wirkungen haben und dass die Einnahme von Eiweißshakes und anderen Supplementen reicht, um Muskeln aufzubauen und Fett abzubauen. Die Wahrheit ist allerdings, dass keine Supplementierung, sei es nun von Wachstumshormonen oder Proteinen, wirkungsvoll ist, wenn man nicht trainiert. Ein gute strukturiertes, regelmäßiges Training ist unumgänglich. Das bedeutet auch, dass man Disziplin aufbringen muss, um den Nebenwirkungen der Wachstumshormone zu entgehen, da man ohne die Einnahme noch härter trainieren muss. Allerdings wird es einem die Gesundheit danken.
Man kann aber auch durch die Einnahme von verschiedenen Aminosäuren die Ausschüttung und Produktion der Wachstumshormone steigern und so auf gesundem Wege die positiven Effekt erzielen. Natürlich im geringeren Maße als durch die Einnahme von synthetischen Wachstumshormonen, allerdings dafür gesünder und günstiger, da Aminosäuren ohnehin in Protein-Präparaten enthalten sind, die man für den Muskelaufbau trinken kann.
Eine zusätzliche gesunde Ernährung stellt neben dem ausgefeilten Muskelaufbau Trainingsplan die Basis eines effektiven Trainings, von guten Ergebnissen und einem gesunden Körper dar.
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